Montag, 24. März 2008

Huiuiui, jetzt gehts wahrhaftig zurueck!

Jaja, wie ihr schon am Titel des Posts sehen koennt: Jetzt kommen wir tatsaechlich zurueck und das schon in den naechsten Tagen! Also, schickt bitte das schlechte Wetter wieder weg, schiebt den letzten Schnee(matsch) beiseite und lasst den Fruehling kommen!
Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, war dieses Wochenende Ostern! An sich ja sehr schoen, aber wenn man auf Reisen ist und eh kein richtiges Ostern feiert, weil man kein Geld hat und sich ueber das Datum sowieso nicht ganz klar war, ist Ostern voll bloed. Wir wollten uns naemlich fuer die letzten Tage nochmal ein Auto mieten, um die Nordinsel Neuseelands zu erkunden, aber dann hiess es ploetzlich, dass man sich wegen Ostern das Auto fuer mindestens 10 Tage ausleihen muss oder aber die Ausleihstellen waren alle geschlossen. Das hiess: Kein Auto fuer uns, aber noch ein schnell gebuchter Bus nach Hamilton, von wo aus wir einen weiteren Bus nehmen wollten, um nach Raglan, an der Ostkueste zu kommen. (Raglan ist uebrigens der Ort, an dem Teile von "endless summer"gedreht wurden, einem ziemlich beruehmten surferfilm.) In Hamilton angekommen, finden wir das Touristenbuero am Schliessen vor, sie koennen uns nur noch kurz mitteilen, dass heute, weil Karfreitag ist, kein Bus nach Raglan faehrt. Nachdem wir recht lange einer Unterkunft hinterhertelefoniert haben, und so gut wie keine gefunden haben (es ist schliesslich ostern und die leute haben urlaub und verbringens sie in hamilton, grrr...), kommt ein Bus vors Tourismusbuero gefahren. Er ist auf dem Weg nach Tauranga, einem Surferort an der Nordkueste. Spontan steigen wir also ein und finden mit Ach und Krach noch einen recht teuren Schlafplatz in Tauranga. Fuer den naechsten Tag ist dort allerdings alles ausgebucht und wir ueberelegen hin und her, was man nun machen koennte. Die Option "Zelt fuer zwei Naechte kaufen und im Garten des Hostels uebernachten"kommt uns mit der Zeit gar nicht mehr so unrealistisch vor. Gottseidank finden wir dann doch noch zwei Betten im Nachbarort Taurangas, Mount Maunganui. In Tauranga war an dem Wochenende gerade Jazzfestival, und es war dort sehr aehnlich wie bei unserer Fête de la musique. Ueberall standen Bands und Kuenstler auf der Strasse herum und haben Jazz performt. Schoen wars! :)
Den naechsten Tag haben wir dann noch einmal das tolle Wetter ausgenutzt und uns an den Strand gelegt, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen. Und Montag sind wir dann auf eine Delfintour gegangen! Der Kapitaen des Boots hiess Butler und sah aus wie Kurt ausm Watt, fuer alle, die ihn kennen! ;) Mit ihm und etwa zehn anderen Passagieren ging es also auf einem Segelboot aufs Meer hinaus, auf der Suche nach den Delfinen. Lange Zeit fanden wir ueberhaupt nichts. Es regnete, war kalt und grau in grau. Am fruehen Nachmittag klarte der Himmel dann auf und wir konnten wenigstens mal ins Wasser - schnorcheln. Riesige Algenfelder erwarteten uns unter Wasser, zusaetzlich zu zwei schwarzen Stachelrochen, von denen der eine echt riesig war! Sie lagen einfach irgendwo zwischen den Algen auf dem Boden und haben uns beobachtet. Scary sahen sie aus! :)
Dann ging es wieder rauf aufs Boot und erneut den Delfinen hinterher. Und ploetzlich fanden wir sie! Eine riesige Anzahl an Delfinen schwamm etwas weiter weg von uns mitten im Meer. Als wir etwas naeher an sie herankamen, fingen sie an, mit dem Boot mitzuschwimmen und sprangen neben uns immer wieder hoch und platschten zurueck ins Wasser. Und das im Sonnenuntergang, total romantisch sah das aus... ;) Mit ihnen schwimmen gehen konnten wir allerdings nicht, weil sie kleine Babies hatten, aber neben und ueber ihnen entlangzusegeln, war auch toll.
Leider verpassten wir dadurch, dass wir so lange nach den Delfinen suchen mussten, unseren Bus zurueck nach Auckland, aber ein Maedel, das auch auf dem Schiff war, musste praktischerweise auch wieder zurueck dorthin und konnte uns mitnehmen. Manchmal haben wir aber auch einfach Glueck! Das ist uns sowieso die meiste Zeit der Reise so gegangen, muss ich sagen. Meist hatten wir beim spontanen Buchen von Bussen, Zuegen, Finden von Unterkuenften etc. so ein Glueck, das war schon toll! :) Nur wenn wir dann mal kein Glueck hatten, dann hats uns so richtig erwischt. Dann hiess es stundenlang durch Orte laufen usw... Aber eigentlich stand diese Reise unter nem recht guten Spontaneitaetsstern! :)
Bevor ich vorhin mit diesem Post angefangen hab, haben Lili und ich gepackt. Schrecklich war das! Man darf ja nur 20 kg Grossgepaeck + 7 kg Handgepaeck haben und ich glaube, das haben wir perfekt erreicht. Noch etwas mehr und wir muessten ein Paket nach Hause schicken. :) Aber hoffen wir das beste, dass unsere Waage hier richtig funktioniert hat und wir uns nicht verrechnet haben.

Gut, wir hoffen also, ihr hattet alle viel Spass im Winter, wir fuer unseren Teil haben in diesen 5 Monaten jedenfalls sehr, sehr viel Spass gehabt ;)
Fotos kommen bestimmt auch nochmal,
bis dahin
liebe Gruesse,
Lili und Conny

Dienstag, 18. März 2008

Von einem wunderschoenen Land und der Deutschlandkrise

So - ich schaetze ich habe den rekord gebrochen... weit mehr als einen monat gabs nun schon keinen blogeintrag mehr. ich entschuldige mich in aller foermlichkeit und muss zugeben, dass es nun immer schwerer wird an die heimkehr zu denken. wir treffen so viele reisende, die in jahr oder mehr unterwegs sind und koennen nicht glauben, dass unsere fuenf monate nun schon vorbei sind. sollten wir also in den ersten wochen unausstehlich aggressiv oder depressiv auftreten, tut uns dies auch schon im voraus leid! ;)
nun zu den ereignissen des letzten monats plus ein paar zerquetschte...

so richtig "los" geht es mit dem surfen in byron bay leider insofern nicht, dass die wellen - mit verlaub - beschissen sind. es ist jedoch trotzdem ein grosser spass und wir kaempfen bis zum umfallen.
auch ansonsten ist der aufenthalt in byron bay grossartig - der ort hat nicht umsonst den ruf eines hippieorts - die atmosphaere ist unglaublich relaxed (pardon fuer die anglizismen - deutsch sprechen wird immer schwerer), die leute sind wahnsinnig freundlich und offenherzig. wir surfen tagsueber und gehen abends feiern (was den koerper ziemlcih verausgaben kann ;)). das motto typisch australisch: no worries!

von byron geht es dann fuer unsere letzten drei tage in australien zurueck runter nach sydney. am 17. februar fahren wir mitthilfe von redbull, cola und kaffee den ganzen weg runter in meine australische "heimatstadt" (fuer alle, die es noch nicht wissen: ich habe in der 11. klasse ein halbes austauschjahr in sydney gemacht)...
am 18. wird morgens der van geputzt und wir muessen uns ein fuer alle mal von unserem "black canary" verabschieden. grosser abschiedsschmerz und anschliessend grosser schmerz im ruecken, als wir unsere in byron gut aufgefuellten rucksaecke von der city nach manly, einem noerdlich gelegenen vorort von sydney und meine ehemalige heimat, transportieren muessen. ja - ich schaetze conny verflucht mich in diesem moment ein wenig, dass ich unbedingt in erinnerungen schwelgen moechte. in der faehre nach manly sind die rueckenschmerzen jedoch bald vergessen. mir wird ganz warm ums herz, als die erinnerungen hochkommen. vorbei an der sydney harbour bridge schippern wir eine halbe stunde, bis meine fuesse endlich das erste mal wieder "northern suburbs boden" betreten.
den abend verbringen wir gemuetlich im hostel, schaun DVDs (ja - das gebe ich gerne zu - zu diesem zeitpunkt hatten wir wochenlang keinen fernseher mehr gesehen) und sozialisieren uns anschliessend bei einem bierchen auf der terrasse des "manly backpackers".
am naechsten tag treffen wir uns mit yannick und felix aus unserer stufe (schule in deutschland), die gerade auch in ozeanien auf reisen sind. jaja, da trifft man sich am anderen ende der welt. :) ihr australischer kumpel dillan kutschiert uns nach einem gemeinsamen lunch netterweise zu meinen teenager-erinnerungen: der mall in der ich meine nachmittage verbracht hab, die strassen in denen wir "cruisen" waren (fuer die elterngeneration: ein trend, der vor allem amis und aussis zwischen 16 und 18 bzw. prolls gepackt hat: das sinnlose verschleudern von benzin, sowie das sehr sehr sehr laute aufdrehen von musik zwecks froehlichem herumprollens und spass habens, wenn man nichts besseres zu tun hat abends, da man nicht in die clubs reinkommt) und natuerlich meine alte schule: die "pittwater house school".

nach ein paar kleinen schwaetzchen mit meinen diversen exlehrern, die sich nicht ganz einig werden koennen, ob ich nun eine junge dame geworden bin oder mich nun wirklich garnicht veraendert habe, geht es zu der naechsten wichtigen station: meinem ehemaligen wohnhaus. da sich die jungs entnervt nach ca. einer halben stunde im auto warten verabschiedet haben, muessen conny und ich nun auf schusters rappen zu meiner gastfamilie. conny bemitleidet mich rueckwirkend fuer meinen anstrengenden schulweg.
nach dem erklimmen einiger huegel sehe ich einen blonden jungen auf einem skateboard in meine richtung sausen. "jack" ruft ein maedel - da faehrt gerade mein gastbruder an mir vorbei!
auf dem rueckweg in die city lernt conny den zweiten nachteil des lebens in einem suburb kennen: wir muessen ca. 3mal zwischen den beiden busstationen, die in der naehe des hauses sind, hin und herrennen, nur um jedesmal festzustellen, dass der jeweilige bus gerade weg ist und der naechste erst in einer halben stunde kommt. voellig erschoepft (sydney ist aber auch echt huegelig) lassen wir uns auf eine bank fallen und eine halbe stunde spaeter (@@@ ;)) von dem freundlichen busfahrer (DAS werde ich in berlin definitiv vermissen) in die kutschieren.

dort angekommen brauchen wir erstmal eine weile, um das hochhaus in dem jesco (ein weiterer deutscher klassenkamerad) wohnt, zu finden. der abend des FEOlers revival wird in seinem durch hottub, pool und sauna aufgepimpten keller verbracht. n traaaauuum!
den naechsten tag verbingen wir mit den jungens am palm beach. ganz nett, sieht aber im grunde genauso aus wie der manly beach - ist nur ruhiger... wir kaempfen mit den von conny und mir als niedlich eingestuften wellen (halllooo - geht erstmal nach ghana ;)) und lassen die ABI zeit aufleben.
am abend gehts zum feiern in die stadt. hhhmmm - nun ja - der abend geht nicht so erfreulich aus. naeheres kann hier nicht erlaeutert werden, einen club haben wir allerdings nicht von innen gesehen. aber spass hatten wir alle mal. hier der beweis... :)
viiieel zu frueh 9nach ca. 2 stunden schlaf) muessen conny und ich am 21. februar aufstehen um den flug nach auckland zu kriegen. und aergern uns, weil wir so gerne verlaengern wollten und das nicht geklappt hat. nun ja - im moment aergern wir uns, dass wir im vergleich zu unserer zeit in neuseeland uerhaupt so viel zeit in australien verbracht haben. @ yannick: die hattest soooo recht!
in auckland werden erst einmal drei tage nur mit chillen verbracht. wir sind voellig erledigt und stellen zudem mit leichter panik fest, dass das geld irgendwie stark dezimiert wurde in ozzi.
am 24. februar geht es mit dem bus nach wellington an der suedkueste der nordinsel neuseelands, da wir gleich weiter zur suedinsel wollen. wir verbringen die wartezeit von "wir kommen mit dem bus am fruehen abend an" bis "wir fahren um 3 uhr morgens mit der faehre nach picton" bei shithead (ein grossartiges kartenspiel, das wir ganz eindeutig importieren werden) und guter tanzmusik in der legendaeren globe bar der x base hostels (durchaus zu empfehlen, hat allerdings ein gewisses ku'dorf flair ;)).
die fahrt in der faehre dauert drei stunden, die dank unserer totalen erschoepfung wie 5 minuten erscheinen. allerdings friere ich unglaublich und aergere mich wahnsinnig, dass ich mir keinen weiteren pulli eingepackt hab.
von picton nehmen wir den bus nach christchurch, wo wir unseren kiwi wicked abholen und (ja - das klingt jetzt bescheuert) dann wieder hoch in den norden fahren.
diese nacht schlafen wir auf einem donation campingplatz. eine wunderbare sache in neusseland. die mit toiletten ausgestatteten rest areas, auf denen man fuer "fast-umme" uebernachten kann. lediglich 2,50 euro spende wird erwartet... der nachteil ist die standardmaessige einsamkeit dieser plaetze, die immer in einem "wir steigern uns gegenseitig in horrorvorstellungen rein" und "wir gehen nur zusammen aufs klo" endet :).
am 26. februar cruisen wir (das entspricht nun jedoch nicht ganz meiner obigen definition) nach kaiteriteri im nationalpark "abel tasman", wo wir feiglinge die nacht auf einem campingplatz verbringen. am morgen nehmen wir ein wassertaxi (jetboote, die zu allgemeiner erheiterung der passagiere zweihundehaushoch ueber die wellen huepfen) zum startpunkt unserer dreistundenwanderung durch den schoensten nationalpark, den ich je gesehen hab. aaawwww! durch saftgruenen wald, ueber weisse sandstraende und famos schwingende haengebruecken, vorbei an kristallblauem wasser und froehlich winkenden kajakfahrern, geht es zu dem strand, wo wir erst von sandflies zerbissen und dann wieder vom wassertaxi abgeholt werden. und diesmal sind die wellen bestimmt dreihundehaushoch :) ein grosser spass!
am abend fahren wir in den hippieort takaka (laut reisefuehrer leben hier die children woodstocks - uns blieb leider nciht die zeit, das herauszufinden...). wir machen die bekanntschaft einer teenieBMXgruppe, die uns ganz eindeutig mit ihren tricks beeindrucken wollen und das nebenbei bemerkt auch schaffen. mit erlaubnis der jungs schlafen wir auf einem parkplatz in takaka.
am 27. geht es richtung norden zum golden bay, der leider nicht so golden ist (@ papa - da ist das kunstwerk entstanden :)), vorbei an den pupu springs (wunderbarer name fuer quellen mit dem klarsten wasser, das ihr in eurem leben gesehen habt) weiter zum harwards hole, dem mit 176 metern tiefe und 15 metern breite groessten loch (ooohh - das klingt irgendwie unpassend unbeeindruckend) neuseelands. um zu diesem legendaeren "loch" zu gelangen, durchquert man den durch den "herr der ringe" film bekannt gewordenen chatwood forest (also das ist der filmname). conny und ich fuehlen uns ganz verzaubert und mystisch :) der viewing point, der auf dem weg liegt und von dem aus man in ein riesiges gruenes tal blicken kann, beeindruckt uns jedoch dann bedauerlicherweise mehr als das harwards hole, da der grund unmoeglich auszumachen ist (da von felsvorspruengen verdeckte sicht) und wir auch, nachdem wir mehrmals unser leben riskiert haben, noch nicht mehr als ein paar felswaende sehen koennen.
vom loch geht es zu der hokitika gorge. der weg dorthin fuehrt eine halbe stunde ueber schotterstrasse und kostet leider einem vogel das leben, aber die gorge ist echt beeindruckend. tuerkises wasser! und nicht so halbtuerkis, wie im meer, sondern tiefmilchigtuerkis.
laut hupend (damit die voegel auch wegfliegen und nicht wieder auf unserer windschutzscheibe landen) machen wir uns auf den weg zum nelson lakes. in tiefschwarzer nacht kommen wir an und stellen uns mal wieder mitten in die pampa auf eine rest area. nach ein paar minuten beobachten wir ein paar dubiose gestalten, die ein boot abladen. mitten in der nacht? schon ei wenig verrueckt dieses volk... :)
am morgen erklaeren sich die ereignisse der vornacht. wir stehen direkt vor dem nelson lakes - ein panorama ohnegleichen: kristallklares wasser, mit bergen und knallblauem himmel im hintergrund. um uns herum sind wie aus dem nichts dutzende von campervans aus dem boden geschossen und eifrige rentner und studenten bereiten die segelregatta vor, die am naechsten tag stattfinden soll.
nachdem wir uns im deluxebad ever notduerftig gewaschen haben, gehen wir abermals auf einen trek. der fuehrt uns durch wald. mmmmhhh.... @meine mitreisende: like watching birds ;)
schweren herzens (denn die regatta scheint ein grosser spass zu werden) schwingen wir uns in den pink floyd (unser neuer wicked) und fahren richtung sueden.
in voelliger dunkelheit kommen wir mal wieder auf einer rest area an und quetschen uns auf den letzten freien parkplatz.
der naechste morgen, wir schreiben den 29. februar, eroeffnet uns ein aehnliches schauspiel wie am vormorgen. nur dass der knallblaue himmel nun leider gegen einen grauverregneten eingetauscht wurde.
wir sind auf dem weg zu den fox glacier und dem franz josef glacier, die praktischerweise so gut wie direkt nebeneinander liegen. unpraktischerweise wird die sicht immer schlechter je hoeher wir kommen und als wir bei den gletschern ankommen regnet es zudem in stroemen. wir schmeissen uns in sexi boxershorts und regenjacke und rennen wie die besenkten von den mit krassen thermoklamotten ausgeruesteten anderen touristen zum aussichtspunkt. nun ja - hat sich gelohnt - wir haben unglaublich viel spass... gut... die sicht... ein einziges grau ;) aber wir waren da. ole!
wir knicken die geplante wanderung, da wir von den 5 minuten schon voellig durchgefroren sind, keine krasse thermoausruestung dabei haben und nebenbei der wanderweg ueberflutet ist und fahren gleich nach queenstown. und hier beginnt eine grosse lovestory. sie erzaehlt von zwei kleinen maedchen und ihren neu entdeckten leidenschaften.
1. Tag: wir informieren uns in den oertlichen touristeninformatinscentern ueber die angebote zum frei zeit gestalten. wir entscheiden uns im "shotoverjet" mitzufahren, den "canyon swing" und einen "skydive" mitzumachen. abends geht es in die "world bar", DEM backpacker treffpunkt queenstowns, wo wir Matias, juan und ihre freunde (alle aus uruguay) kennenlernen, mit denen wir die naechsten zwei wochen verbringen werden.
2. Tag: ich wache morgens auf und verfluche mich den canyon swing gebucht zu haben. ich kann nicht wieder einschlafen und muss mich von den jungs beruhigen lassen, denn conny schlaeft noch wie ein engel (worum ich sie wahnsinnig beneide...)
wir bringen den shotover jet mit maessiger begeisterung hinter uns, da die angst vor dem kommenden event doch etwas die freude truebt. anschliessend warten wir zitternd auf unsere abholung zum canyon swing. nebenbei bemerkt: absprung aus 109 metern hoehe, 60 meter freier fall und 200 meter weiter schwung ueber einer schlucht vor den toren der stadt.
als es dann so weit ist, kriegt conny endlich auch mal angst, wobei ich schon so viel adrenalin im koerper zu haben scheine, dass ich mich zunehmends wie auf drogen verhalte (so sieht das zumindest auf dem beweisvideo aus) und der instructor mich schon etwas besorgt betrachtet, da er offensichtlich befuerchtet, dass ich schon springe, bevor er mich ueberhaupt festgemacht hat. so unrecht hat er da nicht... ;) wir springen beide den "backwards stil", der laut flyer fuenf lagen unterwaesche erfordert. ich find das eher entspannt, da muss man nicht in den abgrund gucken (obwohl ich ja eh auf drogen bin... ;)). es gibt noch diverse andere stile, mit muelleimer ueberm kopf zu springen zum beispiel... das gefuehl ist atemberaubend, die angst gemischt mit einem unglaublichen kick und dem gefuehl zu fliegen. vor allem beim ausschwingen. conny ist eher maessig begeistert, ich absolut euphorisch. ich ziehe auch ernsthaft noch den fuer maedels kostenlosen nacktsprung hinterherzulegen, beschliesse aber dann, dass diese idee meinem verdrogten kopf entspringt und ich das wohl lieber lassen sollte... wie dem auch sei - meine neue leidenschaft ist geboren: mich in abgruende stuerzen.

3. tag: wir wachen auf, ich hab schon wieder angst, aber auf der fahrt in den nachbarort wanaka zum flugplatz werde ich deutlich ruhiger. heute ist skydiven, also fallschirmspringen, dran.
wir freuen uns wahnsinnig ueber die schicken anzuege, die wir bekommen, obwohl ich doch den von meinem fotografen wesentlich famoser finde (er hat noch fluegelchen am anzug). dann geht es 3650 meter nach oben. mir wird immer mulmiger zumute, waehrend conny diesmal sehr entspannt scheint. mein springinstructor fordert mich auf sich auf seinen schoss su setzen und befestigt mich an sich. ploetzlich oeffnet connys fotografin conny :) die flugzeugtuer. halllooohooo! wir sind fast 4000 meter ueber der erde! conny und ihr instructor lehnen sich raus und -schwupp- sind sie weg. ich bin dran... nochmal nett zur flugzeugkamera laecheln, dann beine zurueck, kopf zurueck, arme zurueck und ich falle. obwohl - genauer gesagt kann ich nicht definieren was da mit mir passiert. ich glaube ich sterbe gleich, dann ist es wieder ein supergefuehl. auf jeden fall habe ich aergerlicherweise probleme mit dem atmen und roechel so vor mich hin. nach sekunden klopft mir mein instructor auf die schulter - der code fuer: du kannst jetzt deine arme ausbreiten. JETZT fliege ich.... :) absolut geil und mein gesicht sieht aus wie ein aufgeblasener pfannkuchen, was mein fotograg froehlich vor mir schwebend und aufgeregt winkend fuer immer festhaelt. der grosse fallschirm wird geoeffnet und wir werden immer langsamer. dann beginnt mein instructor mit lustigen kreiseln, die ich bald garnicht mehr so lustig finde, da mir unglaublich schlecht wird. unten angekommen das fazit. ich bin maessig begeistert, conny absolut euphorisch - ihre leidenschaft ist geboren.
ich will es so nicht enden lassen und buche den NEVIS bungy jump fuer den naechsten tag. conny lehnt dankend ab...
3. tag:ich verfluche mich, den nevis gebucht zu haben. diesmal ist der absprung aus 134 metern hoehe, selbstverstaendlich - im gegensatz zum swing- kopfueber und ich muss diese huerde alleine meistern, da conny nicht mitdarf. die jungs muessen mich wieder beruhigen...
im bungycenter lerne ich eine gruppe englaender kennen, die zu ca. zehnt den sprung machen und conny versprechen, sich um mich zu kuemmern.
und der nevis ist doch nochmal ein anderes kaliber. wir werden an einer winzigen offenen gondel festgemacht und rattern durch eine vom wind durchfegte schlucht (was uns dezent beunruhigt) auf die absprungsstation zu, die nur von ein paar drahtseilen gehalten wird, die an den felswaenden der schlucht befestigt sind. ja - ist so vertrauendserregend wie es klingt.
ein glasfenster im boden der station macht vorfreude auf den sprung.
endlich bin ich dran. ich werde auf einen stuhl gesetzt, wo sie mir die beine zusammen binden, laechle zur kamera und wackle dann (laufen geht naemlich nicht mehr) zum absprung - einer plattform, die noch aus der station rausragt. sieht ein bisschen so aus wie bei einer execution.
ich weiss, dass ich springen muss, wenn der insructor mich auffordert. darauf haben sie uns vorher vorbeireitet, denn der wind an diesem tag ist so stark, dass wir uns andernfalls beim sprung in den anderen seilen verhaken koennten und das waere mehr als unangenehm. er sagt also "jump" und ich springe. ein unglaublicher adrenalinrush durchstoesst meinen koerper als ich kopfueber richtung boden sause. es geht noch 2mal auf und ab, dann soll ich eigentlich an einem seil ziehen um mich von der kopfueber- in eine sitzende position zu bringen. leider ziehe ich zwar wie eine irre, das seil will sich allerdings nicht loesen. so muss ich mich den ganzen weg nach oben an den seilen festhalten um nicht komplett wie ein stueck fleisch auszusehen. dafuer verfluche ich mich hinterher, da das adrenalin mir kraft gibt, die ich nicht habe, und ich das anschliessend in meinen armen und haenden spuere... das war es aber auf jeden fall wert! mein naechstes ziel ist der hoechste bungysprung der welt von der bloukraansbruecke in suedafrika... :)

4. tag bis 10. tag: ich hab angina (mag an der aufregung der letzten drei tage liegen) und liege bei den suedamerikanern im haus herum, da ich mir im van wohl den tod holen wuerde, so kalt ist es mittlerweile nachts. conny hat spass ohne mich und geniesst das nachtleben queenstowns.
11. und 12. tag: mir gehts endlich wieder gut und conny und ich machen einen zweitagesausflug zum wunderschoenen milfordsound, der uns allerdings insofern nicht toootal von den socken haut, da queenstown das gleiche panorama zu bieten hat: kristallklarer see, beeindruckende bergketten, knallblauer himmel, sonnenschein. gott - dieses land ist umwerfend schoen!

dann kommt der tag des abschieds und wir verfallen in die stimmung, aus der wir nun immer noch nicht so recht herausgekommen sind... wir geben unseren van in christchurch ab und fliegen am 18. maerz nach auckland, wo wir die letzten zwei tage ueber pro und contra listen einer verlaengerung unseres aufenthalts gehangen haben. keine sorge, das contra hat gewonnen... ;)

allerliebste gruesse aus neuseeland - lang ists ja nun nicht mehr bis wir uns wiedersehen - von eurer conny und lili xxx

Mittwoch, 13. Februar 2008

Wir ham 'nen knall... (klatsch) ...gruenen Campervan...!

Sooo, Freunde, mittlerweile ist etwa ein Monat vergangen, wir haben ca. 10378 Kilometer Australien hinter uns gebracht und einige der groessten Attraktionen hier Down Under besucht. Und die ganze Zeit ueber war Conny (ja, das bin ich) zu faul und zu sehr mit anderem beschaeftigt, als einen Blogeintrag zu machen.... :)


Aber der Reihe nach... Gestartet wird die obige Rechnung auf Kangaroo Island, wo wir noch zwei Tage mit Bewundern einer Pelikanfuetterung und dem Wandern und Trampen zu einem wunderschoenen Strand verbracht haben.

Wieder auf dem Festland setzten wir uns nach einer Nacht in Adelaide in den Ghan, den Zug, der Australien in Nord-Sued-Richtung durchkreuzt. Zwei Tage spaeter kamen wir dann in Darwin an an der Nordkueste an. In Darwin herrschte ein sehr feuchtes, heisses Klima und wir konnten sogar ein paar echte Monsunregen miterleben! (na, an welche unglaublich tolle Teenieband (uebrigens Lilis und meine Lieblingsband) erinnert euch das? Naaa? ;) )
In Darwin haben wir dann erstmal das Nachtleben ausgecheckt, weil man im Meer sowieso nicht baden konnte, weil es dort von verdammt toedlichen Quallen nur so wimmelte.

Und dann war Aussie-Day! DER australische Nationalfeiertag! Ueberall liefen Aussies mit Flaggen und Australien-Accessoires herum. Lili und ich natuerlich sofort mit dabei: Nachdem wir uns mit Australientatoos plakatiert hatten, ging es in einen Gayclub, wo wir uns eine geniale transsexuelle Playback-Dance-Performance anschauen konnten! :)



Zwei Tage darauf ging es auf eine zweitaegige Tour durch den Kakadu Nationalpark in der Naehe von Darwin. Auf dem Weg haben wir noch bei einem Fluss gehalten, den man mit einem Schiff entlangfahren konnte, aus dem Fleischstueckchen herausgehalten wurden, nach denen die Krokodile dann springen konnten. Die Jumping Croc Tour war natuerlich ein wenig sehr tourihaft, aber war schon nen bisschen cool. Besonders wenn ihr euch die Bilder anguckt, die wir dort machen konnten! :)

Danach ging es dann ein bisschen wandern, in Wasserloechern baden und abends gab es gegrilltes Kaenguruh und Bueffelwuerstchen. Soooo lecker! :D Am naechsten Tag ging es zu wunderschoenen Wasserfaellen und riesigen Termitenhuegeln.

Von Darwin aus ging es dann wieder mit dem Ghan ins Outback, nach Alice Springs im Zentrum Australiens. Bei staubtrockenen 40 Grad Celsius suchten wir uns dort eine Tour, die uns gleich am naechsten Tag zum Kings Canyon bringen sollte, ueber den wir fuer etwa drei bis vier Stunden wanderten, mit einem kleinen Schwimm-Zwischenstopp im "Garden of Eden".
Am naechsten Tag dann zur Riesenattraktion Australiens: Ayers Rock, bzw. hier Uluru genannt. Nach zwei kurzen Wanderungen am Fusse des Berges ging es dann auf einer Aussichtsduene, von der wir den Uluru im Sonnenuntergang betrachten konnten. Leider hat er an dem Tag nicht so schoen rot geleuchtet, wie man es von Bildern kennt, aber es war natuerlich trotzdem schoen, mitten im Outback zu stehen und den Uluru anzuschauen.
Die zehn anderen Touristengruppen um einen herum haben das Erlebnis auch nur ein bisschen gemindert... ;)


Und weiter ging es mit dem Zug zurueck nach Adelaide, wo wir endlich unseren Campervan abholen konnten! Und ich weiss zumindest von ein paar von euch, dass ihr ihn nach unseren Beschreibungen endlich einmal sehen wollt...












































Nagut, hier kommt er...







































....Noch etwas Geduld.....
































































































Tadaaa!!







Toll, oder?? :D
Ja, das ist er also, unser neuer bester Freund. Er hat einen Gaskocher, eine Kuehlbox, Tischchen, Stuehlchen, ein paar Matratzen und so weiter. Alles sehr basic, aber fuer uns reicht es. Und dafuer sieht er von aussen ja auch toll genug aus. Von den Dingern fahren hier uebrigens recht viele rum und alle mit einem tollen Spruch und tollen Bemalungen drauf (unser Spruch lautet uebrigens: "Whenever you want to marry someone, go have lunch with his ex-wife!" Haha.... Und das ist noch einer der besseren Sprueche. ;)


Mit dem zuckeln wir jetzt also so durch die Lande, sind von Adelaide losgefahren, Richtung Great Ocean Road.


Auf dem Weg sind wir noch durch einen Nationalpark gefahren, haben dort Wanderungen zu einem Wasserfall und auf einen Berg gemacht und zwischendruch auch nur fast ein paar Kaenguruhs ueberfahren. :)





Eigentlich wollten wir danach direkt die Great Ocean Road befahren, um so nach Melbourne zu kommen, das Wetter war aber leider so bescheiden, dass wir uns kurzerhand entschlossen haben, erstmal direkt nach Melbourne zu fahren, dort ein paar Tage bei der Schwester von Lilis Stiefoma zu bleiben und danach die Great Ocean Road in umgekehrter Richtung zu fahren. Also auf nach Melbourne...











Melbourne ist ein echtes Retro-Gothik-Elektro-Alternative-Skater-Emo-Punk- Shopping-Paradies und erinnert stark an Berlin! :) In einem Bezirk gab es echt nur solche Laeden und die dazu passenden Leute auf der Strasse.



Dazwischen gab es auch noch zahlreiche Chocolaterien, in denen es Schokolade in allen Varianten zu Essen und zu Trinken gab. Das darf man sich als Melbournebesucher selbstverstaendlich nicht entgehen lassen, dachten Lili und ich uns und kehrten direktemang in eine Chocolaterie ein. Und jetzt die Beschreibung unseres unglaublich geilen mahls: Schokoladen-Tappas, d.h. ein Schaelchen mit warmer, geschmolzener Schokolade, ein Schaelchen mit weisser-Schokoladen-Eiscreme (mit Stueckchen!), frittierte Teigteilchen, ein paar Erdbeeren und Pralinen! Dazu gab es fuer Lili einen tollen cappuccino und fuer mich eine Art erhitzte weisse Schokolade als Getraenk. Der Hammer! ;) Uns wurde zum Ende hin zwar ein wenig schlecht, aber das war es eindeutig wert. Unsere Tage in Melbourne bestanden dann also aus einer Walking Tour (die von unserem Reisefuehrer fuer jede Stadt angegeben wird und die wir auch meist fleissig machen, um die besten Plaetze der Stadt zu erkunden), Schokolade essen, shoppen und einem Friseurbesuch! :) Den hatten wir uns jetzt schon lange vorgenommen gehabt und nach drei monaten Reise kann man sich so etwas schon mal goennen. Jaja, ihr habt richtig gehoert, drei Monate sind wir jetzt schon unterwegs, das heisst, es sind nur noch anderthalb Monate, dann sind wir wieder in der Muddastadt! Noch ein bisschen Australien, dann etwas Neuseeland und schliesslich haben wir dann noch London angehaengt. (Na, Imka, neidisch? ;) )


Nachdem wir also all diese feinen Dinge in Melbourne erledigt hatten und mal wieder in einem echten Bett in einem echten privaten Haus schlafen durften, ging es wieder los Richtung Great Ocean Road. Diese Strasse fuehrt etwa 400 km an der Suedkueste Australiens entlang, vorbei an tollen Felsformationen und beeindruckenden Klippen. Alles gepaart mit wunderschoenem tuerkisgruenem Wasser und langgezogenen Wellen mit Surfern drauf.


Ausserdem gibt es zwischendrin noch richtige Regenwaelder, durch die wir auch noch zwei Spaziergaenge gemacht haben.




Nach der Great Ocean Road ging es dann wieder nach Melbourne, zum St Kilda Festival, auf dem wir echte australische Indie-Rock und Roots-Reggae -Bands erleben durften. Und natuerlich die einheimische Jugend dabei beobachten konnten, wie sie Quiksilver- und Billabong -tragenderweise mit Riesensonnenbrillen durch die Gegend liefen, um selbst auch die Indie-Rock und Roots-Reggae -Bands erleben zu duerfen.


Zwei Tage spater kamen wir, nachdem wir auf der Fahrt einmal komplett abgebrannt und ohne Benzin mitten in irgendwelchen verlassenen Serpentin-Bergen rumgecruist sind, dann aber doch noch etwas Benzin von netten Leuten aus einem Kanister bekommen haben (nein,liebe Eltern, macht euch keine Sorgen... ;) ), nun nach Byron Bay, einem Surferort an der Ostkueste Australiens. Hier laeuft jeder zweite mit einem surfboard unter dem Arm herum und Quiksilver, Billabong und etliche andere tolle Surfmarken sind mal wieder ueberall vertreten. :) *schwaerm*


Heute begann dann unser dreitaegiger Surfkurs, mit dem wir zu absoluten Surf-Pros werden... ;) Heute war erstmal nur aufstehen angesagt, ganz ohne paddeln, aber morgen geht's dann richtig los.


Also, Freunde, zur Verabschiedung ein easy going "hang loose" an euch alle, wie wir unter uns Surfern gerne zu sagen pflegen. ;)


Liebe Gruesse, Lili und Conny.

Samstag, 19. Januar 2008

ahoi kameraden! die inseln rufen!

sooo - jetzt kann die conny mal ganz arg sauer auf mich sein, weil jetzt bin ich die, die seit ewigkeiten nicht mehr in den blog geschrieben hat...genau genommen seit 2 1/2 wochen. es ist viieel passiert.
auf unserem weg nach krabi kommen wir im bus mit einem englaender - dom- ins gespraech. er erzaehlt uns, dass er auf dem weg zum railey beach ist und dass es dort wunderschoen sein soll. da conny und ich wahnsinnig spontane charaktere sind und der dom und seine kumpels sehr sympathisch erscheinen, aendern wir unsere plaene und folgen ihnen. in krabi angekommen nehmen wir ein sangthaew (taxi) fuer 100 baht, was doch sehr teuer ist, aber nachdem der chef uns angeschrien hat, wir sollen aussteigen, wenn uns das zu teuer ist und da es schon sehr spaet ist,druecken wir dem mann kleinlaut unsere 200 baht in die hand (gut - das sind nur 2 euro, aber viiel fuer ein taxi in thailand). am wasser angekommen (hafen kann man nicht sagen, denn da gibt es nicht mal einen steg) waten wir (aufgrund des nicht vorhandenen stegs) mit unseren rucksaecken zum boot, was sich als nicht gerade einfach herausstellt und ein maedel, das auch mit uns unterwegs ist, landet als kaeferchen auf dem ruecken. ich muss zugeben, dass mich das schon zum grinsen bringt.
durch voellige finsternis - bis auf eine taschenlampe, die der fahrer haelt- schippern wir richtung railey beach. (der strand ist zwar nur eine halbinsel, trotzdem kann man ihn ueber land nicht erreichen, da er von felsen umschlossen ist.) nach einer weile bemerken wir, dass das wasser unnatuerlich stark glitzert:fluoreszierende tierchen. wie bei "the beach"-wer das gelesen haben sollte.
am strand angekommen stellen wir mit schrecken fest, dass so ziemlich alles ausgebucht und alle hotels schweineteuer sind. wir finden schliesslich doch noch alle eine unterkunft. die jungs wollen zwar noch fuer ein bierchen ausgehen, aber conny und ich verzichten, da wir die nacht zuvor nur eine stunde geschlafen hatten. ich komme genau genommen garnicht mehr dazu zu verzichten, da ich schon eingeschlafen bin, al sie an unsere huette klopfen.
der naechste tag beginnt (gegen mittag) mit einer abenteuerlichen klettertour in eine von felsen umschlossene lagune. mutti wird mich jetzt toeten, aber wir bekloppten klettern mit unseren flipflops den berg hoch und runter - als einzige hilfsmittel haben wir seile und felsvorspruenge. gut - es ist nicht so, dass die felswand komplett gerade hochgeht, das sind immer nur kurze etappen. wir ueberleben und finden die lagune vor. leider gibt es dort jedoch kein kristallklares blaues wasser, sondern schlammigen, braunen matsch. ich wandere ein wenig darin herum bis ich merke, dass ich auch noch zurueckklettern muss und jetzt schlammige rutschige flipflops anhabe. ole! aber auch den rueckweg ueberleben wir und sind am ende doch sehr zufrieden mit unserem kleinen abenteuer, bei dem wir auch noch den wunderschoenen blick vom gipfel des berges ueber die straende (railey beach besteht aus drei straenden -dem west-, dem sued- und dem oststrand) und einen riesigen palmenhain hatten.
am abend landen wir auf aus versehen auf einem privatgelaende und werden glatt auf die geburtstagsparty eines briten eingeladen, dessen kumpel ein haus am weststrand hat. das will ich auch!!! :)











am naechsten tag ist strandtag angesagt und am uebernaechsten geht es auch schon wieder weiter nach koh phi phi. wir freun uns wie die kullerkekse, als wir schon um 12.00 uhr dort ankommen, die freude wechselt jedoch bald in pure verzweiflung, als wir auch nach 4 stunden immer noch keine unterkunft fuer uns und annette und elmar (connys eltern, die uns besuchen kommen wollen) gefunden haben. wir sind schliesslich doch erfolgreich, haben aber einen schoenen sonnenbrand davongetragen und ich hab am abend meine shorts auftaetowiert...
wir erkunden gemeinsam noch ein wenig die insel und entdecken mit erstaunen, dass die spuren des tsunami doch noch deutlich zu sehen sind. zahlreiche schilder weisen diverse evakuierungsrouten aus und man kann in vielen shops tsunamivideos kaufen.

mit den eltern im gepaeck geht es am naechsten tag nach koh phi le (koh phi phi besteht aus 2 inseln: koh phi don - da sind die hotels- und koh phi le, die unbewohnt ist).

wir schnorcheln in kristallklarem wasser und sehen wunderschoene, bunte fische, die mir allerdings doch manches mal ein wenig zuu nah rankommen. ich schwimme leicht panisch weg und werde von elmar ausgelacht. hallooohooo - das waren dutzende und ich mag keine fischhaut auf meiner haut. ausserdem bin ich ueberzeugt, dass die an meiner wunde nagen wollten! ;)
neben dem schnorcheln duerfen wir noch "the beach" sehen (die bucht aus dem film). das sieht zwar alles sehr nett aus, soo besonders isses dann aber doch nicht...


am abend treffen wir nochmal dom, nathan und rich (die jungs vom railey beach) und erkunden das nachtleben koh phi phis, was uns unter anderem tourithaiboxing bietet (peeeeiiinlich!!!zwei betrunkene maedles lachen sich im ring nur tot).

am naechsten morgen geht es schon wieder weiter. schweren herzens verlassen wir die insel, denn an diesem abend muessen wir unseren flug nach singapur nehmen und thailand endgueltig hinter uns lassen. von phuket geht es also nach singapur.
seit langem verbringen wir mal wieder mehrere tage an nur einem ort. in den vier tagen in singapur sehen wir das nationalmuseum, machen eine bootstour und shoppen, shoppen, shoppen (zu unserer verteidigung: das ist angeblich auch die lieblingsfreizeitbeschaeftigung der einheimischen). ausserdem schlendern wir oft einfach nur durch die stadt, die ein wunderbares flair hat und uns stellenweise an berlin erinnert - schon allein aufgrund der "multi-kulti-kultur".

am 11. januar fliegen wir nach perth an der westkueste australiens. von perth sind wir jedoch nicht im mindesten so begeistert wie von singapur. die stadt ist irgendwie ausgestorben - selbst tagsueber sieht man kaum leute auf der strasse und die meisten geschaefte schliessen schon um 17.30 uhr. wunderschoen ist allerdings der kings park, der ueber der stadt liegt und einen wunderschoenen blick auf perth bietet (jaja - da kann der volkspark nicht mithalten... ;))

von perth nehmen wir den zug nach adelaide, dass an der suedkueste australiens in der mitte liegt. wir buchen erst nur bis kalgoorlie (was ca. 1/5 der strecke ausmacht) und landen in einem wieder voellig ausgestorbenen ort,in dem wir nicht mal eine unterkunft bekommen. das angebot eines voellig betrunkenen australiers, dass wir bei ihm schlafen koennen klingt zwar attraktiv (nein, nein - er wollte auf dem boden schlafen - das ist einfach die gastfreundschaft der austrlalier und das meine ich jetzt wirklich ernst), aber wir sind dann doch gluecklich, als im zug noch plaetze bis durch nach adelaide frei sind (der zug hatte 3 stunden aufenthalt in kalgoorlie, d.h. wir hatten genug zeit, erst den ort zu erkunden und dann doch weiter zu fahren).
nach zwei tagen fahrt (ja - das ist kein scherz: 2 tage durch "die haelfte" austrlaliens) kommen wir in adelaide an und fahren gleich weiter nach "kangaroo island", einer wunderschoenen kleinen insel 3 stunden von adelaide entfernt.

gestern sind wir hier angekommen und hatten heute wahnsinniges glueck. die insel kann nur mit auto erkundet werden und da wir noch keine 21 sind, mussten wir uns aufs trampen verlassen. ein vater mit zwei soehnen hat uns auf einen gesamten tagesausflug ueber kangaroo island mitgenommen und wir konnten zahlreiche seeloewen, pinguine, giftige schlangen, ein kaenguruh und einen koala in freier wildbahn beobachten. suess das!

um euch ein wenig neidisch zu machen: morgen geht es nach emu bay an der nordkueste der insel mit einem- ich zitiere: "5km-long, white sandy beach and emerald-green seas" (lonely planet). :)

sooo - denn wuensch ich euch ma viel spass in der kaelte und denk an euch, wenn ich mich morgen in der sonne aale.
wir lieben euch und denken (wie gesagt) an auch.
dicke kuesse von der conny und der lili

Dienstag, 1. Januar 2008

Sooo...jetzt hab ich schon wieder viel zu lange nichts von unserer weiteren reise berichtet und lili ist bestimmt schon ganz arg sauer... aber wir gehen ja auch sehr, sehr selten hier ins internet.
Bevor ich aber irgendwas weiteres schreibe, sende ich euch von Lili und mir natuerlich erst einmal die allerliebsten Gruesse zum neuen Jahr!! Wir hoffen, ihr habt alle schoen gefeiert, und das nicht zu wild...!
Gut, also, der letzte Bericht handelte also von unserem Trip nach Cambodia. Danach haben wir dann einige Tage in Bangkok verbracht. Diesmal haben wir aber echtes Sightseeing gemacht! Wir haben uns den Grand Palace angesehen, in dem die koenigliche Familie gehaust hat bzw. immer noch haust. Daran angeschlossen war der Tempel des Smaragdbuddhas, ein unglaublich schoener und prunkvoller Tempel, bei dem sich alles um einen (um ehrlich zu sein, etwas enttaeuschend kleinen) smaragdgruenen Buddha dreht, der in der Mitte des Tempels thront. Ausserdem waren wir im National Museum und haben uns etwas ueber die Kultur Thailands und Suedostasiens gebildet... :)

Danach haben wir versucht, Chinatown zu finden, um dort etwas leckeres chinesisches zu essen, aber unser Hunger und unser Nichtorientierungsvermoegen in den Strassen Bangkoks hat uns dann doch wieder zu einem thailaendischen Strassenstand gefuehrt. Uebrigens, falls ihr mal nach Thailand kommt, muesst ihr Pad-Thai essen! Wir ernaehren uns kaum noch von etwas anderem. Eigentlich sind das nur Nudeln mit ein bisschen Gemuese angebraten (oder natuerlich geduenstet, fuer alle Paul Panzer-Fans... :) ), aber es schmeckt einfach richtig gut! Oder geht doch einfach mal zum naechsten thailaendischen Restuarant eures Vertrauens, esst Pad-Thai und denkt an uns.

Aber genug vom essen, ich krieg eh schon wieder hunger... Nach ein paar Tagen haben wir dann Bangkok wieder verlassen und sind nach Koh Phangan gefahren. Das ist eine Insel (etwas Bildung fuer zwischendurch: Koh heisst Insel) im Golf von Thailand, also auf der Ostkueste Suedthailands. Und der Ort der weltberuehmten Full Moon Party!
Und wie es der Zufall wollte, war genau an Heiligabend Vollmond und so konnten wir Weihnachten mit circa 40.000 anderen Menschen an einem Strand feiern. Es waere bestimmt richtig toll gewesen, wenn da nicht der groesste Mist passiert waere, der bis jetzt auf unserer reise passiert ist (obwohl...bis zu dem dortigen Zeitpunkt...). Lili wurde naemlich ihre Tasche geklaut. Schoen mit Geld, Karten, Handy, iPod, Kamera etc. drin.... Wir waren naemlich zu dumm gewesen und haben das alles mitgenommen...obwohl, wir wollten halt Fotos machen und wollten natuerlich ueber Handy in kontakt bleiben koennen usw... Die Tasche hat sie am naechsten Tag dann wieder bekommen, mit den Karten drin, aber das groesste Problem war, dass wir noch sehr viele Fotos auf der Memorycard in der Kamera hatten und diese jetzt alle weg sind (bis auf die, die wir gottseidank ins Internet gestellt haben). Jetzt wisst ihr also, wo eure Weihnachtsgeschenke immer her kommen. Sie werden auf der Full Moon Party geklaut und dank der sechsstuendigen Zeitverschiebung hat Santa Claus noch genug Zeit, unsere Kamera und den iPod huebsch zu verpacken und unter euren Weihnachtsbaum zu legen... :) Naja, ihr seht, Weihnachten war etwas shitty, aber langsam sind wir ueber den Verlust hinweg. Ansonsten sind die Parties hier auf Koh Phangan ziemlich toll, die Musik ist toll, und man kann barfuss im Sand am rauschenden Meer tanzen (obwohl man das Rauschen eher nur so semi hoert, weil die musik vielleicht ein klein wenig zu laut ist... ;) )
An einem Tag unseres Phangan-Aufenthaltes sind wir in den Norden der Insel zu einer noch kleineren Insel gefahren. Natuerlich mit unseren krassen Motorbikes, harrharr... :) Dort konnten wir schoen schnorcheln und ganz viele tolle Fischies sehen. Aber bald wollen wir auch noch tauchen gehen, das wird bestimmt noch besser. Vielleicht kaufen wir uns eine Unterwasserkamera, dann koennen wir euch zeigen, was wir beim tauchen so alles sehen und ihr koennt euch mit uns mit freuen...

Waehrend unseres Schnorcheltags hatte es leider geregnet und die Strassen waren dementsprechend nass und sandig. Wie soll es also anders sein, auf dem Rueckweg aus dem Norden ist die Lili mit ihrem Motorbike ausgerutscht und gestuerzt. Gottseidank ist sie nicht schnell gefahren, deswegen hat die kleine jetzt "nur" drei ziemlich grosse Schuerfwunden am Knie und einige kleinere an Fuss und Ellenbogen. Auf den Fuss ist ihr bei der naechsten Party natuerlich erst einmal direkt ein kleiner, dicker, betrunkener Mann raufgesprungen, sodass er angeschwollen ist (der Fuss, nicht der Mann...) und sie nun die ganze zeit rumhumpeln muss.
Nach ein paar Tagen auf Koh Phangan sind wir dann nach Koh Tao gefahren,wo wir zwei Tage mit erneutem Nichtstun verbracht haben. Obwohl...Pustekuchen...wir haben uns ziemlich sportlich betaetigt! Wir waren schnorcheln, haben uns ein Kajak geliehen und sind damit die Insel vom Wasser aus erkunden gegangen und haben unsere riesigen Rucksaecke auf der Suche nach einem Hotel sehr viel hin und her getragen! :)


Jetzt sind wir uebrigens wieder auf Koh Phangan, wo wir Silvester wieder bei einer dieser Strandparties verbracht haben. Diesmal waren eindeutig noch mehr Leute da und auch fuer uns lief sie besser. Haben keinen Diebstahl zu verzeichnen, immerhin!
Morgen geht es weiter nach Krabi, an die Westkueste Thailands und dann wird es auch bald schon weiter nach Singapore gehen. Unsere letzte Woche in Thailand hat angefangen und schon wieder sind wir traurig, unsere neu gewonnene Heimat zu verlassen... :( Aber....the travelling must go on...
Bis bald, wir ham euch alle lieb, piep piep piep, guten appetit (wir gehen jetzt was essen, hab echt hunger bekommen... :) )
lili und conny