ansonsten haben wir nicht viel in pai gemacht. aber wat rischtisch geiles: wir haben uns roller ausgeliehen und sind ueber die berge gecruist. ein riesenspass! und abends sind wir dann weitergecruist - durch den ort von bar zu bar. wir waren sehr beliebt mit unseren motorcycles und durften den anderen backpackern lifts geben.
schweeeren herzens mussten wir pai schliesslich hinter uns lassen (oh jha jenny - du hattest recht!pai ist grossartig!!), fuhren wieder mit dem public bus zurueck nach chiang mai und nahmen von da aus den nachtzug nach bangkok. im zug fuehlte ich mich ein bisschen wie ein affe im zoo. wir wurden sogar von einem moench fotografiert, als seien wir eine attraktion. dabei sollte es doch anders herum sein! ;) ich hab dann einfach mal "same, same" gesagt (der thailandinsider wird das verstehen) und zurueckfotografiert.
von bangkok gings am naechsten morgen direkt weiter nach aranya prathet, eine stadt, die in der naehe der grenze zu kambodscha liegt. beim kauf der bustickets lernten wir james und james kennen, was wir seeehr bald zu schaetzen wussten. kambodscha ist einfach nochmal ein ganz anderes kaliber als thailand - die leute sind hartnaeckiger, wollen dir mehr andrehen und auch nachdem du das zehnte mal nach dem public bus gefragt hast, der garantiert existiert, erzaehlen sie dir weiterhin, dass es keinen gaebe.das soll jetzt kein ausschliesslich schlechtes bild af die kambodschaner werfen, aber wir waren aus diesem grund gluecklich, die im verhandeln trainierten australier bei uns zu haben.
nachdem wir ueber die grenze waren, was auch einigen aufwand kostete, da uns ca. 1 mio "serioese" visa angeboten wurden und zehn shuttlebusse zum grenzuebergang verwehrt wurden, konnten wir den public bus beim besten willen nicht ausfindig machen, da uns natuerlich wieder keiner helfen wollte. zu viert bekamen wir dann allerdings ein guenstiges taxi, wobei mir bei der sache nicht ganz wohl war. ich sah mich schon ausgeraubt und zermetzelt in einem kambodschanischen strassengraben liegen.
wir landeten aber schliesslich doch gesund und semimunter in siem reap. beziehungsweise vor siem reap, wo uns tuktukfahrer erwarteten, die uns for free in die stadt bringen sollten.da der eine james den jungs nicht traute und dachte, sie wuerden uns abzocken, durften wir dann laufen. ich machte drei kreuze mit meinem 19 kg rucksack auf dem ruecken und verfluchte nach 5 minuten meine grosse klappe (ich hatte im taxi noch damit angegeben mit den pfadfindern dreiwochentreks gemacht zu haben). mit den letzten kraeften schleppte ich mich und meinen rucksack (ja - man kann ihn tatsaechlich personifizieren, so schwer ist er) in unser guesthouse zimmer.
am abend gingen wir siem reap auschecken und landeten in der oertlichen khao san road. in der angkor what? bar wurde der abend ziemlich lang und ich konnte mich abermals verfluchen, als conny mich am naechsten morgen um elf weckte. an diesem tag gingen wir naemlich den echten angkor wat, also den beruehmten tempel bzw. eine ganze tempelanlage, besichtigen. die tempel waren atemberaubend und dank der hilfe eines polizisten konnten conny und ich sogar verbotenerweise auf den ueberresten eines tempels herumklettern und uns wie lara croft fuehlen.

gstern ging es dann mit dem bus hierher - nach phnom penh - der hauptstadt kambodschas.
und schon wieder mussten wir heute morgen pervers frueh aufstehen um unseren schedule zu schaffen, denn da weihnachten auf koh phangan ein muss ist, wird es langsam knapp mit der zeit.
am morgen besichtigten wir das tuol sleng museum, dass zu zeiten der khmer roue aera in kambodcha als gefaengnis diente. fuer alle, die nicht bescheid wissen: das khmer rouge regime beherrschte kambodscha anfang der 70-er jahre und beging genozid an ca. 2 mio kambodschanern. vor allem intellektuelle wurden auf grausame weise umgebracht - ohne bestimmten grund. war ein familienmitglied doktor, jurist oder aehnliches, so wurde gleich die gesamte familie umgebracht. die inhaftierten wurden gefoltert, bis sie die namen von 50 weiteren intellektuellen preisgaben. und ich rede hier nicht unbedingt von regimesgegnern. es ging einfach darum, dass die khmer rouge ein neues kambodscha der arbeiterklasse errichten wollten.
noch eindrucksvoller als das museum waren die "killing fields". zu sehen war zuerst einmal ein eindrucksvolles denkmal. ein turm mit neun boeden - voll angefuellt mit den schaedeln und knochen der opfer des tuol sleng gefaengnisses. ansonten waren grosse loecher im boden der fleder zu sehen. dort wurden die opfer, nachdem sie erschlagen worden waren, hineingestossen und zum teil lebendig begraben. dabei wurde musik gespielt, sodass das volk die schreie der opfer nicht hoeren konnte. die sonne schien und eine kuh weidete im gras und dann erfaehrt man, was sich vor grad einmal 40 jahren grausames auf diesem feld ereignet hat...
das mussten wir beim lunch erstmal verdauen.
schliesslich ging es weiter auf den russian market (@jenny: ich hab deine dvd gekauft :)) und zur hauptverkehrszeit zurueck ins hotel. by the way: hauptverkehrszeit gewinnt hier eine voellig neue bedeutung. das heisst auto an motarrad an fahrrad an tuktuk, linksabbiegen von der rechten auf die linke spur und keine ruecksicht auf verluste.
im hotel habe ich dann etwas getan, was ich niiieeemals von mir gedacht haette. aber ich musste natuerlich mal wieder (fast) so mutig sein wie conny. die bekam von unserem tuktuk driver eine heuschrecke zum essen angeboten. baaeehh!! und da beisst die einfach genuesslich den kopf ab. und schliesslich sogar die beinchen (nicht mehr ganz so genuesslich).

dann holte der kerl auch noch eine dicke, fette, schwarze spinne raus. da hat sich conny dann aber nur an die beinchen getraut. ich musste dann natuerlich nachziehen und genoss heuschreckenpo und spinnenbein.

aber immerhin bei einem umwerfenden sonnenuntergang ueber dem fluss.

so - und jetze sitzen wir seit eewig im internetcafe und versuchen verzweifelt fotos hochzuladen. hoffentlich wird das endlich mal was. bis denne, die conny und die lili, die immernoch nicht das gefuehl von kleinen beinchen in ihrem mund losgeworden ist